Neue Allianzen für den Klimaschutz: Europa sucht Partner
Der angekündigte Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen durch Präsident Donald Trump hat die Dynamik der internationalen Klimapolitik auf den Prüfstand gestellt. Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt und Klimaschutz, sieht in dieser Entwicklung jedoch auch Chancen und plädiert für neue Allianzen. Er hebt hervor, dass insbesondere Afrika, China, Indien und Brasilien künftig als wichtige Partner für die Europäische Union an Bedeutung gewinnen werden.
In den USA selbst sorgt Trumps Entscheidung nicht überall für Zustimmung. Einige Bundesstaaten haben bereits signalisiert, ihren Kurs des aktiven Klimaschutzes weiterzuverfolgen. Doch warnt Flasbarth vor der Entschlossenheit der Trump-Administration, das Engagement im Bereich Klimaschutz zu schwächen – ein Aspekt, der nicht unterschätzt werden sollte.
Parallel dazu läuft in Bonn derzeit eine Konferenz mit über 5000 Delegierten, die wegweisend für die bevorstehende Weltklimakonferenz im November in Brasilien ist. Die kürzlich gebildete schwarz-rote Bundesregierung Deutschlands plant, die bisherigen Fortschritte in der Klimapolitik zu intensivieren. Dabei wird deutlich, dass viele Länder, gerade im Globalen Süden, im Rennen um erneuerbare Energien nennenswerte Fortschritte erzielen und teilweise bereits vorne liegen.
Dies spiegelt den weltweiten Trend wider, dass der Großteil neuer Energie-Investitionen in den Bereich der erneuerbaren Energien fließt. UN-Klimachef Simon Stiell äußerte sich in Bonn ebenfalls optimistisch. Er beschreibt den Wandel zugunsten des Klimaschutzes als unumkehrbar. Trotz bestehenden Gegenwinds lässt sich der globale Kurswechsel hin zu nachhaltiger Energiegewinnung nicht aufhalten.
"Es gibt kein Zurück mehr", resümierte der grenadische Politiker.

