Neue Allianz im mRNA-Sektor: Biontech blickt nach Tübingen
Die bevorstehende Akquisition des biopharmazeutischen Unternehmens Curevac aus Tübingen durch den Mainzer Mitbewerber Biontech wird von seinem Gründer, Ingmar Hoerr, als bedeutender Fortschritt für die europäische Biotechnologiebranche begrüßt. Laut Hoerr sei es extrem positiv, dass in Europa ein weiterer mRNA-Gigant entstehe, der mit der Größe von US-Unternehmen wie Moderna konkurrieren kann. Das Potenzial der mRNA-Technologie sei seiner Meinung nach noch lange nicht ausgeschöpft.
Diese Übernahme wird nicht nur den Innovationsstandort Tübingen stärken, sondern Biontech auch Zugang zu wertvollen Forschungskenntnissen und der hochentwickelten Technologie von Curevac verschaffen. Hoerr betont, dass das vereinte Engagement beider Unternehmen künftig von Bedeutung sein könnte, da zuvor ähnliche Projekte getrennt verfolgt wurden.
Zusätzlich werden durch die Übernahme die anhaltenden rechtlichen Auseinandersetzungen zwischen Biontech und Curevac beigelegt, welche die Forschung und Entwicklung beider Unternehmen bisher unnötig behindert haben. Die Patentstreitigkeiten, die bis vor das Bundespatentgericht getragen wurden, sind damit Geschichte.
Ingmar Hoerr, der sich im Jahr 2020 aufgrund gesundheitlicher Rückschläge von seiner Führungsposition bei Curevac zurückzog, hatte auch 2021 auf eine Rückkehr in den Aufsichtsrat des Unternehmens verzichtet.

