Neue Ära im Weltraum: Blue Origin erhält Startlizenz für New Glenn
Der Himmelssturm wird konkreter: Die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA hat den Weg für Blue Origins kommendes Raumfahrtprojekt freigemacht. Das Raumfahrtunternehmen von Jeff Bezos erhielt die lang ersehnte kommerzielle Startlizenz für seine New Glenn Rakete und betritt damit ein äußerst konkurrenzfähiges Terrain.
An der Seite von SpaceX und dem Boeing-Lockheed-Gemeinschaftsunternehmen United Launch Alliance wurde Blue Origin vom US-Verteidigungsministerium ausgewählt, um bei nationalen Sicherheits-Weltraummissionen mitzumischen. Diese Entscheidung ist Teil eines gewaltigen Programms im Wert von 5,6 Milliarden Dollar, das die Grundlage für zukünftige Weltraumsicherheitsmaßnahmen schafft.
Die Vergabe der fünfjährigen Lizenz ermöglicht es Blue Origin, orbitale Missionen von der Cape Canaveral Space Force Station in Florida aus zu beginnen, wobei die wiederverwendbare New Glenn-Erststufe auf einem Ponton im Atlantik landen soll. Die erste Mission dient als Zertifizierung für die U.S. Space Force und ist Voraussetzung für zukünftige, sicherheitsrelevante Satellitenstarts.
Obwohl ursprünglich geplant war, NASA-Raumfahrzeuge nach Mars zu transportieren, verzögerte sich die Entwicklung der New Glenn, wodurch die NASA alternative Startlösungen finden musste. Stattdessen wird bei ihrem Debüt Technologie der Blue Ring-Programmlinie präsentiert, die der Pentagon Manövrierfähige Raumfahrzeuge bieten wird.
Während SpaceX mit seiner teils wiederverwendbaren Falcon 9 Rakete weiterhin den Weltraummarkt dominiert und bereits die nächste Generation, die vollständig wiederverwendbare Starship-Rakete, testet, kämpfte Blue Origin darum, die New Glenn zur Marktreife zu bringen. Doch mit der kürzlichen Verpflichtung des Amazon-Veteranen Dave Limp nimmt das Projekt nun Fahrt auf.

