Neubeginn in der Diplomatie? USA entsenden Delegation nach Venezuela
Nach einer kürzlichen Operation des US-Militärs in Venezuela unternimmt Washington einen ersten Schritt in Richtung Normalisierung der diplomatischen Beziehungen. Eine Delegation von Diplomaten und Sicherheitspersonal reiste in die venezolanische Hauptstadt Caracas, um die Lage vor Ort einzuschätzen.
Das Hauptziel sei, die Möglichkeit einer schrittweisen Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen auszuloten, wie ein Sprecher des US-Außenministeriums mitteilte. Bereits 2019 hatten die Vereinigten Staaten ihre Botschaft in Venezuela geschlossen und ihr Personal abgezogen, nachdem Nicolás Maduro, der autoritäre Präsident Venezuelas, die diplomatischen Beziehungen zu Washington abgebrochen hatte.
Die USA hatten Juan Guaidó, einen politischen Gegenspieler Maduros, unterstützt. Der Machtkampf verschärfte die Spannungen zwischen den beiden Nationen weiter, zumal die Wiederwahl Maduros 2018 international stark umstritten war.
Ein jüngster militärischer Eingriff der USA in Venezuela führte zur Festnahme Maduros und seiner Frau, die nun in den Vereinigten Staaten in Haft sind. Ihnen werden Drogendelikte vorgeworfen. Bei ihrem ersten Gerichtstermin am Montag plädierten beide auf nicht schuldig.

