Netzausbau in der EU: Schneller, moderner, besser
Die Europäische Kommission hat Pläne vorgestellt, die den Zugang zu schnellem Internet in Deutschland und anderen EU-Ländern drastisch verbessern sollen. Ein umfassender Gesetzesvorschlag aus Straßburg zielt darauf ab, durch Marktreformen sowohl die Verfügbarkeit von 5G-Netzen als auch den Ausbau der Glasfaserinfrastruktur entscheidend voranzutreiben.
Bis spätestens 2035 ist geplant, veraltete DSL-Verbindungen in der gesamten EU durch zukunftsweisende Internetanschlüsse zu ersetzen. In diesem Zusammenhang erwartet die Kommission von den Mitgliedstaaten, bis 2029 konkrete und verbindliche Ausbaupläne zu präsentieren.
Wichtigstes Anliegen der Reform: Verbraucher sollen trotz der DSL-Abschaltungen keinerlei Nachteile erleben und weiterhin verlässlich mit Internet versorgt werden. Lediglich in speziellen Fällen kann auf alte Kupferleitungen zurückgegriffen werden – etwa wenn der Glasfaserausbau wirtschaftlich nicht tragbar ist.
Auch im Bereich der Mobilfunknetze stehen erhebliche Investitionen an. Um nicht weiter hinter internationalen Wettbewerbern zurückzufallen, plant die Kommission signifikante Änderungen bei der Vergabe von Funkfrequenzen. So soll, insbesondere mit Blick auf die bevorstehende 6G-Generation, die Vergabe einheitlich und auf unbestimmte Zeit erfolgen. Dieser Schritt dient dazu, Anbietern wie Telekom, Vodafone und anderen mehr Planungssicherheit zu gewähren. In Deutschland etwa hatten die letzten Versteigerungen 2019 eine Lizenzlaufzeit bis 2040 festgelegt.

