Netflix erhöht den Einsatz im Bieterkampf um Warner Brothers
Der amerikanische Streaming-Gigant Netflix hat im Tauziehen um die Übernahme von Warner Brothers ein neues Angebot vorgelegt. Ursprünglich war vorgesehen, dass die Warner-Anteilseigner einen Teil des Kaufpreises in Netflix-Aktien erhalten sollten. Nun will Netflix das Studio- und Streaming-Geschäft von Warner vollständig in bar erwerben und bietet dafür beeindruckende 83 Milliarden US-Dollar, was umgerechnet rund 71 Milliarden Euro entspricht. Netflix plant, Warner Brothers nicht nur durch die finanzielle Offerte zu überzeugen, sondern auch durch die damit verbundene Liquiditätssicherheit. Durch den Ausschluss von Aktien als Zahlungsmittel hofft der Streaming-Dienst, die Warner-Aktionäre von der Attraktivität seines Angebots zu überzeugen.
Zeitgleich steigert Paramount den Druck in diesem Bieterkampf. Paramounts Angebot beläuft sich auf satte 108 Milliarden Dollar und schließt nicht nur das Filmstudio, sondern auch die bekannten Fernsehsender wie CNN ein. Doch im Gegensatz zu Netflix setzt Paramount zusätzlich auf rechtliche Schritte, um zum Zug zu kommen. Paramount hat rechtliche Schritte eingeleitet, um mehr Transparenz von Warner zu erzwingen. Dieser Schritt erfolgt im Kontext des Vorwurfs, dass das Management von Warner das Angebot von Netflix favorisiere. Unterstützt wird Paramount von Larry Ellison, einem bekannten Tech-Unternehmer und Unterstützer von US-Präsident Donald Trump. Ellisons Einfluss dürfte Paramounts Vorgehen weiter beflügeln.

