Nervenaufreibender Sieg für Borussia Dortmund trotz durchwachsener Leistung
Borussia Dortmund sorgt in der laufenden Bundesligasaison für Verwunderung. Nach 18 Spieltagen verbucht das Team erstaunliche 39 Punkte. Diese Punktzahl sorgte bei Stürmer Julian Brandt für Erstaunen, insbesondere nach einem hart erkämpften 3:2-Sieg gegen den Tabellenletzten FC St. Pauli. Den Dortmunder Fans wird dieser Punktestand ein Déjà-vu bescheren: Vor sieben Jahren, in der Saison 2018/2019, lag der BVB nach ebenso vielen Spielen mit 45 Punkten an der Tabellenspitze.
Dennoch bleibt eine gewisse Unzufriedenheit über die inkonsistenten Leistungen bestehen. Obwohl der BVB kontinuierlich Ergebnisse holt, sind die gezeigten Spiele oftmals nicht überzeugend. Im Vergleich dazu besticht der ungeschlagene FC Bayern mit meisterhaften Vorstellungen und hat einen soliden Vorsprung von elf Punkten aufgebaut. Brandt witzelte, dass mit einer solchen Konkurrenz im Süden die Dortmunder Leistungen besser aussehen würden, auch wenn die Punktetafel anderes verheißen mag.
Der Sieg gegen St. Pauli wird wohl als glücklich in die Annalen eingehen. Nach einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung durch Julian Brandt und Karim Adeyemi glichen die Gäste aus. In der Schlussphase sorgte ein umstrittener Elfmeter, ausgeführt durch Emre Can, in der Nachspielzeit für den entscheidenden dritten Treffer.
BVB-Trainer Niko Kovac äußerte Unzufriedenheit über die spielerische Qualität und betonte die Notwendigkeit, die Ballzirkulation zu verbessern, um unnötige Fehler zu reduzieren. Trotz des effizient eingefahrenen Sieges gegen Hamburg steht fest, dass die Dortmunder noch einige Baustellen vor dem kommenden Spiel gegen Tottenham Hotspur in der Champions League haben.
Sportdirektor Sebastian Kehl betonte, dass die Mannschaft lernen müsse, Spiele nach einer Führung besser zu kontrollieren. Während die Spieler dies mit Humor nehmen, treibt es Trainer Kovac auf die Palme. Angesichts der aktuellen Haltung und der Konkurrenz durch den FC Bayern muss sich der BVB steigern, will er ernsthafter Meisterkandidat werden.

