Navigationskunst in politischen Gewässern: Die Herausforderung der neuen SchRoKo
Die Regierungskunst der Ampel-Koalition gipfelte in einem unverhofften Scherbenhaufen – der Finanzierungsfrage, die sie zum unliebsamen Gestaltungsbremsklotz degradiert hatte. Ein Déjà-vu droht nun den Architekten der schwarz-roten Koalition, der sogenannten SchRoKo. Auch sie könnten sich bald mit der wenig charmanten Realität konfrontiert sehen, dass politische Visionen ohne solides finanzielles Fundament allzu luftig anmuten können.
Ob es der SchRoKo gelingt, die Lehren aus den Versäumnissen ihrer Vorgänger zu ziehen, dürfte sich bereits am Puls des Saisonauftakts zeigen. Schließlich hängt der Erfolg der vierjährigen Parlamentsspielzeit maßgeblich von einem gewinnbringenden Start ab, der nicht nur von politischem Geschick, sondern auch einer soliden Kassenlage geprägt sein sollte.
Deshalb bleibt abzuwarten, ob aus dem vielzitierten Sprichwort „Gut begonnen ist halb gewonnen“ für die SchRoKo schlussendlich Realität oder nur eine verpasste Chance wird. Der Auftakt im Mai wird die Weichen für die politische Zukunft der kommenden Jahre stellen.

