Nato-Räume unter Druck: Scharfe Worte und klare Ansagen im Luftraum-Streit
US-Präsident Donald Trump hat klar Stellung bezogen und spricht sich für harte Maßnahmen gegen russische Flugzeuge aus, die unerlaubt in den Luftraum von Nato-Staaten eindringen. Diese deutliche Positionierung äußerte Trump im Rahmen eines Treffens mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in New York während der UN-Vollversammlung. Besorgt über wiederholte Vorfälle, bei denen russische Flugzeuge die Grenzen von Nato-Lufträumen in Europa verletzt hatten, bekräftigte er: "Ja, das bin ich", als eine Journalistin ihn fragte, ob ein Abschuss in solchen Fällen gerechtfertigt sei.
Die Spannungen im europäischen Luftraum haben zugenommen. Vorfälle im Luftraum von Estland, Polen und Rumänien sorgten für Unruhe. Die Nato reagierte mit einer deutlichen Warnung an Russland und stellte klar, dass sie im Einklang mit dem Völkerrecht auf alle erforderlichen militärischen und nichtmilitärischen Mittel zurückgreifen würde, um Bedrohungen abzuwenden. Eine Erklärung der 32 Nato-Staaten in Brüssel brachte den gemeinsamen Konsens zum Ausdruck, dass Verletzungen nicht ohne Konsequenzen bleiben würden.
Besonders eindringlich zeigte sich die Situation in Estland, als drei russische MiG-31-Kampfflugzeuge den estnischen Luftraum für über zehn Minuten durchquerten. Zuvor sorgten Drohnen in Polen und Rumänien für Alarmbereitschaft, während ähnliche Fluggeräte auch den skandinavischen Luftraum überquerten, ohne jedoch eine gesicherte Verbindung zu Russland herstellen zu können.
Polens Premierminister Donald Tusk untermauerte in einer Pressekonferenz die Entschlossenheit seiner Regierung, gegen Bedrohungen kompromisslos vorzugehen. Dennoch betonte er, Besonnenheit in weniger klaren Situationen walten zu lassen, um keine unnötige Eskalation zu riskieren. Die Solidarität der Nato-Partner sei in möglichen Konfliktmomenten entscheidend.
Auch Polens Außenminister Radoslaw Sikorski erhob im Rahmen des UN-Sicherheitsrats seine Stimme. In seiner Ansprache an Russland machte er deutlich, dass Polen nicht zögern würde, unangemeldete Eindringlinge abzuschießen. Die möglichen Folgen gebe es zu bedenken, wenn Trümmer auf Nato-Gebiet fallen sollten; Beschwerden darüber seien dann fehl am Platz.

