Nato plant mobilisieren von 90.000 Soldaten für Großmanöver zur Abschreckung Russlands
Die Nato plant, ein Großmanöver zur Abschreckung Russlands durchzuführen, bei dem rund 90.000 Soldaten mobilisiert werden sollen. Dies wurde der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag am Rande eines Treffens von Spitzenvertretern des Verteidigungsbündnisses in Brüssel mitgeteilt. Das Manöver mit dem Namen 'Steadfast Defender' wird im Februar beginnen und das größte seit dem Ende des Kalten Krieges sein. Die Übung zielt darauf ab, die Alarmierung und Verlegung von nationalen und multinationalen Landstreitkräften zu trainieren.
Das Szenario des Manövers beinhaltet einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur zufolge einen russischen Angriff auf alliiertes Territorium, der dazu führt, den sogenannten Bündnisfall gemäß Artikel 5 des Nato-Vertrags auszurufen. Dieser Artikel regelt die Beistandsverpflichtung in der Allianz und besagt, dass ein bewaffneter Angriff gegen einen oder mehrere Alliierte als ein Angriff gegen alle angesehen wird.
Bisher war das größte Nato-Manöver seit dem Ende des Kalten Krieges im Jahr 2018 organisiert worden und fand hauptsächlich in Norwegen statt. An dieser Übung nahmen etwa 51.000 Soldaten teil. Die letzten Nato-Manöver, die größer waren als das geplante 'Steadfast Defender'-Manöver, fanden vor der Auflösung der Sowjetunion im Jahr 1991 statt. Damals gab es unter anderem das Manöver 'Return of Forces to Germany' (Rückkehr von Streitkräften nach Deutschland), bei dem im Jahr 1988 rund 125.000 Soldaten beteiligt waren.
In den letzten zwei Jahren hat die Ukraine mit massiver Militärhilfe, vor allem aus den Nato-Staaten, einen Angriff Russlands erfolgreich abgewehrt. (eulerpool-AFX)

