Nato bereit zu kraftvoller Reaktion auf russische Provokationen
Der deutsche Außenminister Johann Wadephul hat auf der UN-Vollversammlung in New York unmissverständlich klargemacht, dass die Nato in der Lage ist, auf die jüngsten Spannungen im europäischen Luftraum flexibel zu reagieren. Wadephul bezog sich auf Vorfälle in Dänemark, bei denen unidentifizierte Drohnen den Luftraum störten und als 'hybride Angriffe' gewertet wurden. Die Nato sei jederzeit bereit, 'europäische Interessen und die Freiheit kraftvoll zu verteidigen', so der CDU-Politiker. Er betonte, nur eine starke Verteidigungssprache werde von Russland verstanden.
Die dänischen Behörden stehen vor einem Rätsel: Während Russland alle Vermutungen über seine Beteiligung am Drohneneinsatz bestreitet, fehlen bislang eindeutige Hinweise, die auf den Verursacher deuten. Wadephul hebt hervor, dass das Verhalten Russlands in Dänemark und zuvor in der Ukraine beweise, wie das Land die internationale Ordnung missachte. Er kündigte an, dass die Bundeswehr ihre Luftverteidigungskräfte verstärken wird, wobei deutliche Investitionen von Verteidigungsminister Boris Pistorius erwartet werden.
Der Außenminister bezieht sich auf Äußerungen des US-Botschafters bei den UN, der die Verteidigung eines jeden Zentimeters des Nato-Territoriums angekündigt hat. Wadephul sieht in der Solidargemeinschaft der Nato eine starke Antwort auf die aktuellen Herausforderungen. Angesichts der Ukraine-Frage und der jüngsten Drohnenvorfälle bekräftigte er die Einsatzbereitschaft der Nato zum Schutz ihrer Mitglieder.

