Nancy Faeser plädiert für Verbleib gut integrierter syrischer Flüchtlinge
Bundesinnenministerin Nancy Faeser, prominentes Mitglied der SPD, äußerte im Rahmen eines Londoner Besuchs ihre Bedenken gegen die Rückkehrforderung aller syrischen Flüchtlinge in ihre Heimat. Faeser hob hervor, dass viele syrische Staatsbürger in Deutschland nicht nur gut integriert seien, sondern auch aktiv zum Arbeitsmarkt beitrügen.
Angesichts des Fachkräftemangels in Deutschland wäre es deshalb sinnvoll, dieser Gruppe den Verbleib zu ermöglichen. Doch die Rückkehroption bleibt bestehen: Einige Syrer könnten perspektivisch zurückkehren wollen, um nach dem Regimewechsel in Syrien beim Wiederaufbau des Landes zu helfen.
Faeser betonte, dass die Sicherheit einer solchen Rückkehr von künftigen Entwicklungen vor Ort abhänge. Bei einem Treffen in der britischen Metropole, das der Bekämpfung von Schleuserkriminalität gewidmet war, äußerte sich die Ministerin weiter über die unklare politische Zukunft in Syrien.
Ob und wie neue Kräfte die Herrschaft übernehmen, welche demokratischen Werte sie vertreten und wie sicher das Leben in Syrien künftig sein wird, sei noch offen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat inzwischen auf die veränderte Lage in Syrien reagiert.
Die Entscheidungen über neue Asylanträge von Syrern wurden vorerst zurückgestellt, um der sich wandelnden Situation gerecht zu werden.

