Reitsport

Nach Vorwürfen: Olympiasieger Kukuk gesteht Fehler ein

14. November 2025, 16:32 Uhr · Quelle: dpa
Pressekonferenz mit Reit-Olympiasieger Christian Kukuk
Foto: Maximilian Wendl/dpa
Christian Kukuk hat auf den Vorwurf des unsachgemäßen Trainings reagiert.
Christian Kukuk hat als Olympiasieger einen Fehler bei der Pferdeausbildung eingeräumt. Er fordert mehr Einfühlungsvermögen und klare Regeln im Sport.

Stuttgart (dpa) - Springreit-Olympiasieger Christian Kukuk hat auf den Vorwurf des unsachgemäßen Trainings mit seiner Stute reagiert und einen Fehler eingeräumt. «Ich habe das verstanden und sehe das auch total ein», sagte Kukuk vor seinem ersten Start beim Stuttgarter Turnier. «Es tut mir außerordentlich leid, dass ich die Menschen, unseren Sport und auch mich persönlich in diese Situation gebracht habe und einige enttäuscht habe.» 

Bei seinem ersten Auftritt in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle belegte Kukuk mit Cepano Baloubet den 30. Platz. In den Fokus war er zuvor wegen eines Videos gerückt. Es zeigt, wie Kukuk beim Weltcup-Turnier in Verona beim Training mit seinem Pferd Just be Gentle lediglich mit Schlaufzügeln reitet. Das ist in Deutschland nicht erlaubt, wie der nationale Verband FN erklärt. Die Offiziellen des Weltverbands FEI hatten in Verona nicht reagiert. Schlaufzügel sind Hilfszügel, die zusätzlich zu den normalen Zügeln am Gebiss befestigt werden. Sie verlaufen durch die Gebissringe und werden in der Hand des Reiters gehalten.

Bauch- statt Kopfgefühl vertraut

«Es war eine herausfordernde Situation für mich», erklärte Kukuk sein Vorgehen. Die Stute sei «sehr aufgeregt gewesen. Diese 30 Sekunden spiegeln aber überhaupt nicht wider, was in diesen 45 Minuten, in denen ich mit dem Pferd gearbeitet habe, gewesen ist. Mein Bauchgefühl hat leider mein Kopfgefühl überstimmt. Für mich war es die beste Herangehensweise, um die Anspannung aus ihr herauszukriegen». Nicht auf seinen Kopf zu hören, sei die falsche Entscheidung gewesen. 

«Das lässt mich in meiner Vorbildrolle sehr schlecht aussehen, da gibt es keine zwei Meinungen», gestand Kukuk, der nach dem Vorfall noch den dritten Platz in Verona belegt hatte. Mit dem Ergebnis habe die Stute bewiesen, dass sie «mir das am Ende verziehen hat, was dargestellt wurde».

Kukuk: Nur Regeln reichen nicht aus

Eine Möglichkeit zur Verbesserung der Situation seien klarere Regeln, sagte der Paris-Goldmedaillengewinner. «Ganz am Ende kommt es aber auch auf das Gefühl und das Einfühlungsvermögen an - das geht nicht mit Regeln», so Kukuk weiter. Für ihn sei es nun von Bedeutung, in solchen Situationen eine andere Herangehensweise zu wählen.

Auf ihn und sein Umfeld sei in den vergangenen Tagen eine Menge eingeprasselt, verwies der Reiter aus Riesenbeck auf mediale Kritik und negative Nachrichten sowie Kommentare in den sozialen Netzwerken. «Ich finde es auch gefährlich, eine Beziehung zwischen zwei Lebewesen auf 30 Sekunden zu reduzieren. In gewisser Art und Weise wird einem dann eine Zielscheibe aufgesetzt, man wird gebrandmarkt - und damit muss ich jetzt leben.» Er erklärte weiter, dass die an ihn gerichteten Mitteilungen «erschreckend» gewesen seien und ihn die Dynamik überrascht habe.

Rückendeckung erhielt Kukuk von Bundestrainer Otto Becker, der sagte: «Einerseits ist es so, dass ich normalerweise mit darauf achte, dass solche Sachen nicht passieren. Andererseits geht es auch darum, dass ich mich vor meine Reiter stelle - und Christian hat es gesagt, Fehler können passieren, wir versuchen sie zu vermeiden. Es ist nicht selbstverständlich, dass er sich gestellt hat - Respekt.»

Pferdesport / Springen / Weltcup / Deutschland
14.11.2025 · 16:32 Uhr
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