Münchner Sicherheitskonferenz zieht Einladung an Iran zurück
Die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) hat ihre ursprüngliche Entscheidung, iranische Regierungsvertreter einzuladen, aufgrund des gewaltsamen Vorgehens iranischer Sicherheitskräfte gegen Demonstranten revidiert. Ein Sprecher der MSC bestätigte den Rückzug der Einladungen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Diese Entscheidung erfolgte nach einer Empfehlung des Auswärtigen Amtes, das die Teilnahme iranischer Vertreter als unangemessen betrachtet, da die Proteste im Iran brutal unterdrückt werden und es Berichte über Tausende Tote gibt.
Bei den Protesten, die sich unter anderem auf eine dramatische Wirtschaftskrise und hohe Inflationsraten zurückführen lassen, zeigt sich eine erhebliche Unzufriedenheit mit der Regierung in Teheran. Die Ereignisse erhöhen die Spannungen vor dem wichtigsten globalen Expertentreffen zur Sicherheitspolitik, das vom 13. bis 15. Februar im Hotel Bayerischer Hof stattfinden wird.
In den letzten drei Jahren war der Iran vom ehemaligen Konferenzleiter Christoph Heusgen nicht eingeladen worden. Unter dem neuen Leiter Wolfgang Ischinger änderte sich vorübergehend dieser Kurs, jedoch hat die MSC letztendlich entschieden, dass die aktuellen Umstände keinen fruchtbaren Dialog ermöglichen. Über die mögliche Teilnahme iranischer Oppositioneller im Exil äußerte sich die Konferenz noch nicht, obwohl im vergangenen Jahr Reza Pahlavi, der Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien, anwesend war.

