Morgan Stanley stuft Encavis ab und sieht Versorger auf dem Vormarsch
Die renommierte US-Investmentbank Morgan Stanley hat ihre Einschätzung zu dem deutschen Erneuerbare-Energien-Unternehmen Encavis herabgestuft. Der Aktie wurde von "Equal-weight" auf "Underweight" heruntergestuft, während das Kursziel bei 12 Euro belassen wurde. Die Experten der Bank werfen dabei einen Blick in die Zukunft und geben einen Ausblick auf das Jahr 2024.
Die Analysten sind der Ansicht, dass Versorgungsunternehmen in den kommenden Jahren den Gesamtmarkt überholen werden. Als Begründung führen sie attraktive Bewertungen, steigende Gewinnerwartungen, Defensivqualität, politische Unterstützung sowie den historisch guten Lauf bei sinkenden Anleiheverzinsungen an. Sollten die Zinsen wider Erwarten steigen, würden sich gerade die Defensivqualitäten der Versorger auszahlen. Allerdings stehen Encavis, Endesa und ERG im Vergleich zu anderen Unternehmen in der Branche eher hinten auf der Beliebtheitsskala.
Besonderes Augenmerk legt Harrison Williams, Analyst bei Morgan Stanley, auf die Kostenbelastungen von Encavis durch Projektübernahmen. Bei dem deutschen Unternehmen könnten diese zusätzlichen Belastungen das Wachstum negativ beeinflussen. Es bleibt abzuwarten, wie Encavis mit dieser Herausforderung umgehen wird.
Die Abstufung durch Morgan Stanley wirft natürlich Fragen auf, wie sich diese auf den Markt auswirken wird. So ist es möglich, dass Investoren ihre Positionen in Encavis überdenken und möglicherweise andere Versorger-Aktien bevorzugen. Die genannten Faktoren könnten also in den kommenden Jahren zu einer Umverteilung der Marktkräfte und neuen Chancen für andere Unternehmen führen. (eulerpool-AFX)

