Miroslav Lajcak tritt nach Veröffentlichung von Epstein-Dokumenten zurück
Im Zuge der Veröffentlichung neuer Dokumente im Epstein-Fall sieht sich der slowakische Ex-Außenminister Miroslav Lajcak gezwungen, sein Amt als Regierungsberater niederzulegen. Diese Entscheidung steht im Einklang mit Forderungen sowohl der Opposition als auch bestimmter Koalitionsmitglieder, wie die Nachrichtenagentur TASR meldete. Der linksnationale Ministerpräsident Robert Fico zeigte Verständnis für den Schritt, bedauerte jedoch den Verlust des erfahrenen außenpolitischen Experten.
Medienberichten zufolge enthüllte das Nachrichtenportal '360tka' Chatprotokolle aus den neuen Ermittlungsakten des US-Justizministeriums zum Fall Epstein. Die brisanten Dokumente legen eine Verbindung zwischen Lajcak und dem in Ungnade gefallenen US-Multimillionär Jeffrey Epstein nahe. Laut diesen Unterlagen soll Epstein Lajcak jungen Frauen angeboten haben, die jedoch 'wahrscheinlich zu jung für dich' seien. Die Antwort von Lajcak 'Du hast mich nicht in Action erlebt' und das Angebot, seine Kontakte zu Ministerpräsident Fico zu nutzen, werfen einen Schatten auf Lajcaks bisherige politische Karriere.
Der Ex-Minister weist die Vorwürfe vehement zurück: 'Ich stehe unter Schock. Ich habe nie mit Epstein über Frauen gesprochen und keine Treffen für ihn organisiert.' Lajcak war in seiner politischen Laufbahn zweimal slowakischer Außenminister, von 2009 bis 2010 und erneut von 2012 bis 2020. Zudem fungierte er von September 2017 bis September 2018 als Präsident der UN-Generalversammlung.
Mit der Freigabe weiterer Akten im Fall Epstein gibt das US-Justizministerium tiefe Einblicke in das Netzwerk des verurteilten Sexualstraftäters, der 2019 erhängt in seiner Zelle in New York aufgefunden wurde. Die neue Dokumentenflut umfasst mehr als drei Millionen Seiten, Tausende von Videos sowie über 100.000 Fotos.

