MindWalk: Neue Technologie soll Pharmarisiken revolutionieren
Bei der Entwicklung moderner Therapeutika spielt die innovative HYFT®-Technologie von MindWalk Holdings eine zunehmend entscheidende Rolle. Dieses fortschrittliche System ermöglicht es, sogenannte funktionale Adjazenz zu identifizieren – also Situationen, in denen unterschiedliche Moleküle denselben therapeutischen Effekt erreichen können. Solche Konstellationen bergen erhebliche Herausforderungen und Risiken für die wettbewerbliche Positionierung, die rechtliche Absicherung und die Bewertung von Wirkstoffen, besonders in Zeiten, in denen KI-gestützte Verfahren die Geschwindigkeit im Proteindesign beschleunigen.
Ein bemerkenswertes Beispiel für den Einsatz dieser Technologie ist die Identifikation einer gleichbleibenden biologischen Signatur in Influenza-Viren, die trotz genetischer Veränderungen erhalten bleibt. Diese Erkenntnis unterstützt den Ansatz, Impfstoffe zu entwickeln, die breiteren Schutz bieten. Jennifer Bath, CEO von MindWalk, hob hervor, dass durch funktionale Adjazenz die Gefahr besteht, dass Moleküle um dieselben Marktanteile und regulatorischen Lizenzen konkurrieren – selbst wenn ihre genetischen Sequenzen nicht übereinstimmen.
Die Funktionalität der HYFT-Technologie geht über rein sequenzbasierte Analysen hinaus und erkennt biologisch relevante Ähnlichkeiten auf funktionaler Ebene. Diese Eigenschaft wird besonders relevant angesichts aktueller US gerichtlicher Entscheidungen, die die Anforderungen an die Patentierbarkeit von funktional definierten Wirkstoffen verschärfen. Hierbei stellte das Gericht im Fall Amgen v. Sanofi fest, dass breite Antikörperansprüche wegen fehlender Erklärung und Ermöglichung unzulässig sind.
Eine ähnliche Einschätzung traf das Bundesberufungsgericht im Fall Juno Therapeutics v. Kite Pharma bezüglich CAR-T-Ansprüchen. Diese Rechtsprechung verdeutlicht, dass die Funktion und nicht nur die Sequenz als differenzierendes Merkmal für den Patentschutz betrachtet werden muss. Hinsichtlich der pharmakologischen Innovationen könnte HYFT somit zu einem integralen Bestandteil von IP-Strategien werden und Organisationen unterstützen, Wettbewerbsrisiken und Investitionsentscheidungen auf Basis funktionaler Ähnlichkeiten zu evaluieren.
MindWalk beabsichtigt, Kooperationen mit weiteren pharmazeutischen und biotechnologischen Unternehmen einzugehen, um die Integration der HYFT-Technologie in deren Arbeitsabläufe zu fördern. Dies könnte eine entscheidende Rolle bei der Transformation von retrospektiven Analysen hin zu proaktiver Entscheidungsfindung in der Arzneimittelforschung spielen.

