Dax startet im Minus - Nahost-Krieg belastet weiter

30. März 2026, 09:33 Uhr · Quelle: dts Nachrichtenagentur
Frankfurter Börse
via dts Nachrichtenagentur
Frankfurter Börse
Der Dax notiert niedriger aufgrund des Nahost-Kriegs, was zu höheren Ölpreisen und wirtschaftlichen Risiken führt.

Frankfurt/Main - Der Dax ist am Montagmorgen mit Verlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 22.235 Punkten berechnet, und damit 0,3 Prozent unter dem Schlussniveau vom Freitag. An der Spitze der Kursliste rangierten SAP, RWE und die Deutsche Telekom, am Ende Zalando, Airbus und Continental.

"Vier Wochen lang haben die Börsen einen zeitlich begrenzten Konflikt im Mittleren Osten eingepreist", sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Mit dem Kriegseintritt der Huthi-Milizen am Wochenende und der wachsenden Wahrscheinlichkeit eines Einsatzes von US-Bodentruppen müssten sich die Anleger zunehmend mit dem Risiko eines zeitlich ausgedehnten Kriegs auseinandersetzen. "Die deutlichen Kursverluste am Freitag deuten zunehmend auf eine Kapitulation der optimistischen Anleger hin. Nun hoffen die Märkte auf eine Bestätigung durch den Iran, dass Gespräche mit den USA tatsächlich stattfinden."

"Die Aktienbörsen haben ein Szenario einer milden Wachstumsabschwächung durch einen Brentölpreis um 100 Dollar bereits eingepreist", so Stanzl. Was der Markt bislang nicht berücksichtigt habe, sei eine spürbare Abwärtsrevision der Wachstums- und Inflationsschätzungen - so wie zuletzt am "Liberation Day". Dieses Risiko würde sich öffnen, wenn der Ölpreis nachhaltig über 120 Dollar steige. "In solchen Phasen kam es historisch häufig zu Rücksetzern am Aktienmarkt von 15 bis 20 Prozent."

"Ein anhaltender Störfall in der Straße von Hormus mit Brent-Notierungen um 120 Dollar würde für sich genommen noch keine Rezession auslösen. Bleibt der Ölpreis jedoch über mehrere Monate in einer Spanne zwischen 100 und 120 Dollar und wird dies zugleich von fiskalischen Entlastungsmaßnahmen für Verbraucher begleitet, verschiebt sich das Risiko in Richtung eines stagflationären Umfelds", fügte der Analyst hinzu. "Höhere Inflation könnte die Notenbanken am Ende zu Zinserhöhungen zwingen. Dieses Szenario würde an das Jahr 2022 erinnern - mit entsprechendem Gegenwind für die Aktienmärkte."

Anders stelle sich die Lage bei einem abrupten und starken Preissprung dar. "Steigt der Ölpreis deutlich über 150 Dollar, rückt eine Rezession in den Bereich des Wahrscheinlichen. Zinserhöhungen wären dann kaum noch ein Thema; vielmehr würde eine Nachfrageschwäche den Ölpreis selbst wieder unter Druck bringen", so Stanzl. "Für die Märkte ist damit nicht nur das Niveau entscheidend, sondern vor allem die Dauer eines solchen Preisschocks." Komme es dagegen zu einer raschen Deeskalation und zu einer Wiederaufnahme der Öltransporte durch die Straße von Hormus, dürfte die erste Marktreaktion positiv ausfallen.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagmorgen kaum verändert: Ein Euro kostete 1,1502 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8694 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen wieder stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 115,80 US-Dollar; das waren 2,9 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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30.03.2026 · 09:33 Uhr
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