Milliardenschwere Einsparungen in Aussicht: Bürger und Unternehmen können hoffen
Die Pläne von Union und SPD könnten sich zu einem wahren Segen für Bürger und Unternehmen entwickeln: Laut Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln wird eine potenzielle finanzielle Erleichterung in greifbare Nähe gerückt. Doch trotz verheißungsvoller Ausblicke bleibt Skepsis angebracht, da die politische Umsetzung noch unter Finanzierungsvorbehalt steht.
Noch ist unklar, in welcher Höhe kleine und mittlere Einkommen von einer geschmälerten Einkommensteuer profitieren könnten. Dennoch lassen sich bereits Schritte identifizieren, die einen jährlichen Entlastungsbetrag von rund sechs Milliarden Euro versprechen. Dazu zählt unter anderem die Einführung von steuerfreien Überstunden, eine attraktivere Pendlerpauschale, wie auch großzügigere Freibeträge für Ehrenämter, erklärt der Steuerexperte Tobias Hentze.
Ein temporärer Lichtblick zeichnet sich aktuell für die Gastronomie ab: Eine gesenkte Mehrwertsteuer könnte vier Milliarden Euro im Jahr einsparen, wobei fraglich bleibt, ob diese Vorteile an die Kunden weitergereicht werden. Industrie und Bürger dürfen zudem auf eine Entlastung von elf Milliarden Euro durch niedrigere Stromkosten hoffen.
Für Unternehmen stellt die degressive Abschreibung eine kurzfristige Entlastung dar, die, während sie die Steuerlast um sechs Milliarden Euro aufschiebt, in den folgenden Jahren wieder auf die Unternehmen zukommen wird. Die geplante Senkung der Körperschaftsteuer könnte hingegen ein nachhaltigerer Vorteil sein: Kapitalgesellschaften dürfen sich ab 2028 auf eine potenzielle Steuererleichterung von fünf Milliarden Euro freuen.

