Militärische Offensive der israelischen Armee: Offensive auf Gaza-Stadt intensiviert sich
Die Offensive der israelischen Armee zur Einnahme der strategisch bedeutenden Stadt Gaza nimmt Fahrt auf. Laut einem Sprecher des Militärs, Avichai Adraee, sind erste Schritte der Offensive im Norden des Gazastreifens in den Außenbezirken der Stadt eingeleitet worden. Diese 'vorbereitenden Einsätze' werden mit bemerkenswerter Intensität durchgeführt. Parallel dazu meldet die Armee, dass die sterblichen Überreste zweier Geiseln im Gazastreifen geborgen werden konnten. Israel verfolgt den strategischen Plan, die Stadt mit einer geschätzten Bevölkerung von einer Million Menschen zu besetzen, die in den Süden verlegt werden sollen.
In Vorbereitung auf die Evakuierung wurden bereits humanitäre Strukturen geschaffen und Hilfszentren mit Zelten ausgestattet. Die Räumung der Stadt gilt als unausweichlich. Das Militär hat Gaza-Stadt nun als 'gefährliches Kampfgebiet' eingestuft. Eine bisher geplante taktische Kampfpause, die vorgesehen war, um humanitäre Hilfe zu leisten, ist nun aufgehoben. Der militärische Druck hat sich am heutigen Morgen spürbar verschärft, was Zeugenberichte und Angaben aus medizinischen Kreisen bestätigen. Schätzungen zufolge sind mindestens 48 Palästinenser bei den verstärkten Angriffen ums Leben gekommen.
Globale Hilfsorganisationen warnen indessen vor einer weiteren Eskalation der Lage. Die katastrophalen Zustände in den Flüchtlingslagern rufen vermehrt Kritik hervor, besonders angesichts der Hungersnot-Warnung der international anerkannten Organisation IPC. Dennoch weist Israel diese Behauptungen zurück. Die Direktorin des Welternährungsprogramms (WFP), Cindy McCain, machte auf die dramatische Situation aufmerksam und forderte eine dringende Erhöhung der humanitären Hilfe.
Inmitten dieser Entwicklungen bestätigte die Armee die Bergung zweier Geiselleichen. Eine der identifizierten Personen ist Ilan Weiss, ein Held aus Kibbuz Beeri, der im Zuge der Hamas-Angriffe verstarb. Israels Staatspräsident Izchak Herzog würdigte den Mut von Weiss, der sein Leben bei dem Versuch, Terroristen abzuwehren, verlor. Als Ergebnis dieses tragischen Verlusts verbleiben nach neuesten Berichten 48 Geiseln in den Händen von Extremisten. Von diesen sollen sich 20 Personen noch am Leben befinden, darunter auch einige mit deutschem Pass.

