Mietpreisdynamik verlangsamt sich: Abkühlung auf dem Wohnungsmarkt
Die jüngsten Zahlen des Kiel Instituts für Weltwirtschaft zeigen, dass sich die Dynamik bei Angebotsmieten unmöblierter Wohnungen deutlich verlangsamt hat. Zwischen Juli und September stiegen diese Mieten um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, während das Plus im vorigen Quartal noch 0,7 Prozent betrug. Inflationsbereinigt stagnierten die Mieten im dritten Quartal sogar.
Jonas Zdrzalek, Projektleiter am Kiel Institut, bestätigt die deutliche Abkühlung nach den hohen Mietpreissteigerungen der vergangenen Jahre. Eine Ursache könnte eine erreichte Zahlungsgrenze der Mieter sein, die nicht mehr bereit oder in der Lage sind, steigende Mieten zu akzeptieren. Zudem könnte sich die Nachfrage vermehrt auf möblierte Wohnungen und Wohngemeinschaften verlagern.
In Großstädten wie Leipzig und Düsseldorf stiegen die Angebotsmieten zu den höchsten Raten, 1,1 Prozent beziehungsweise 0,7 Prozent, im Vergleich zum Vorquartal. Gerade in diesen Städten sind die Mieten im Allgemeinen immer noch günstiger als in anderen Metropolen. Dagegen sanken die Mieten in Hamburg um 0,2 Prozent und in Berlin um 0,3 Prozent.
Der zugrunde liegende Greix-Mietpreisindex fasst Daten aus 37 städtischen Regionen zusammen, basierend auf Angaben von Immobilienplattformen und Maklerwebseiten. Dabei bleiben einige günstigere Mietverhältnisse unberücksichtigt, wenn sie etwa privat vermittelt werden und nicht auf den erfassten Portalen auftauchen.

