Miese Ernten durch Schädlinge - wird Kaffee aus Mittelamerika nun teurer?

14. Februar 2013, 12:34 Uhr · Quelle: klamm.de
Miese Ernten durch Schädlinge - wird Kaffee aus Mittelamerika nun teurer?
© caruso13 - Fotolia.com

Kaffee wird mehr und mehr zum Luxusgut. Neben der weltweit steigenden Nachfrage treiben auch schlechte Ernten auf den mittelamerikanischen Kaffeeplantagen den Preis in die Höhe. Auch die aktuelle Ernte ist bedroht. Schädlinge machen sich breit und vernichten große Teile der Produktion. Der Verbraucher wird mit den Folgen für den Weltmarkt leben müssen.

Warum zeigt der Preistrend nach oben?

Seit 2004 steigen die Importpreise für Rohkaffee unaufhörlich. Im Jahre 2010 belief sich die Steigerung gegenüber dem Vorjahr auf 32%. Anfang 2011 war Rohkaffee um 76% teurer als im Jahr davor. Natürlich müssen sich auch die hiesigen Kaffeefirmen dieser Preisentwicklung anpassen. So ist auch gemahlener Kaffee, der im Internet erhältlich ist, heute um 20% teurer als dies noch vor fünf Jahren der Fall war.

Einbußen bei Arabica Bohnen zu erwarten

Nässe und Schädlinge sind für die zu erwartende geringe Kaffeeernte in Mittelamerika verantwortlich zu machen. In Brasilien ist mit einem Rückgang der Ernte um 25% zu rechnen. Noch Hoffnung besteht in Kolumbien. Dort ist man bestrebt, die bereits nach unten korrigierten Prognose von acht Millionen Sack Arabica-Kaffee doch auf zehn Millionen Sack aufzustocken. Die häufigsten Schädlinge der Kaffeepflanze sind Fadenwürmer, welche die Wurzeln angreifen und Käfer, die sich an den Kaffeekirschen zu schaffen machen. Auch Wanzen, Ameisen und Blattläuse gefährden die Ernten.

Welche Faktoren sind für einen hohen Ertrag entscheidend?

Mittelamerika ist führend im Kaffeeanbau. Jedoch vollzieht sich dies nicht ohne Probleme. Die Kaffeepflanzen benötigen nur wenig Fläche, allerdings umso mehr Pflege. Ausschlaggebend für die optimale Entwicklung der Pflanzen sind Faktoren wie Temperatur, Niederschlag, Höhenlage und Bodenbeschaffenheit. Die Pflanzen müssen vor starkem Regen geschützt werden. Die Arabica-Pflanze gedeiht bei 20 bis 25 Grad optimal. Die Sorte Robusta verträgt auch höhere Temperaturen. Bei einem zu feuchten Klima sind Blattkrankheiten wie Blattrost die Folge. Auch zuviel Sonne schadet der Pflanze. Die Anbaugebiete für Arabica Bohnen reichen bis in eine Höhe von 1.200 Metern. Robusta-Pflanzen werden bis auf etwa 800 Meer angepflanzt. Um Schädlingen den Kampf anzusagen, ist eine gezielte Düngung notwendig. Die Bemühungen gehen dahin, Pflanzen zu züchten, die sich als resistent gegenüber Schädlingen und Krankheiten erweisen.

Klimawandel bedroht Kaffeepflanzen

Wärme und Trockenheit zählen zu den größten Bedrohungen für die Kaffeepflanze. Schädlinge werden angelockt und vernichten ganze Ernten. Bei steigender Klimaerwärmung wird es in den nächsten fünfzig Jahren um die Kaffeepflanze schlecht bestellt sein. Die Pflanzen könnten schlimmstenfalls sogar aussterben. Wilde Arabica-Pflanzen liefern heute 70% der Weltkaffeeproduktion. Brasilien, der größte Kaffeeproduzent der Erde, hat erhebliche Einbußen bei der Kaffeeernte angekündigt. Bleibt abzuwarten, ob die steigenden Preise die Laune der Kaffeetrinker trüben kann. Der Deutsche blieb bislang seinem Kaffee treu und konsumiert konstant etwa 150 Liter pro Kopf im Jahr.

Lifestyle / Kaffee
14.02.2013 · 12:34 Uhr
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