Microsoft investiert in zweites KI-Datenzentrum in Wisconsin
Microsoft hat angekündigt, ein weiteres großes Datenzentrum für künstliche Intelligenz in Wisconsin zu errichten, wodurch die Investitionen des Unternehmens in diesem US-Bundesstaat auf über 7 Milliarden Dollar steigen. Das neue Projekt wird das bereits im vergangenen Jahr verkündete 3,3 Milliarden Dollar schwere Datenzentrum in Mount Pleasant ergänzen, das im nächsten Jahr eröffnet werden soll. Während seiner Spitzenbetriebsphase wird es rund 500 Angestellte beschäftigen, diese Zahl könnte mit dem Bau des zweiten Datenzentrums auf etwa 800 anwachsen. Die Region in Racine County, gelegen zwischen Milwaukee und Chicago, hat in den letzten Jahren die Aufmerksamkeit von US-Präsidenten beider politischer Parteien auf sich gezogen. Ursprünglich sollte hier ein 10 Milliarden Dollar teures Werk des Elektronik-Riesen Foxconn entstehen, das unter anderem für Apple iPhones fertigt. Diese Pläne wurden jedoch drastisch zurückgefahren, was bei einem Microsoft-Event im letzten Jahr von Präsident Joe Biden hervorgehoben wurde.
Microsoft plant, dass der Standort das leistungsstärkste KI-Supercomputersystem der Welt beherbergen wird, welches Hunderttausende leistungsstarker Chips von Nvidia miteinander verbindet. Um steigende Stromkosten für die Region zu vermeiden, wird das Unternehmen im Voraus für die elektrische Infrastruktur bezahlen. Zudem ist ein hochmodernes Kühlsystem vorgesehen, das das kühle Klima Wisconsins nutzt und den jährlichen Wasserverbrauch des Zentrums auf das Niveau eines durchschnittlichen Restaurants reduziert.
Brad Smith, Präsident von Microsoft, bezeichnete das Vorhaben als bahnbrechend für die Zukunft der KI. Es bilde die Grundlage für neue Entdeckungen in den Bereichen Medizin, Wissenschaft und anderen kritischen Feldern. 'Dies ist der Ort, an dem die nächste Generation der KI geschult wird', sagte Smith in einem Blogbeitrag.

