Meyer Burger zieht sich aus den USA zurück: Was bedeutet das für Deutschland?
Der renommierte Solarhersteller Meyer Burger gibt bekannt, seine Solarmodulproduktion in den USA einzustellen. Aufgrund eines Mangels an finanziellen Mitteln sieht sich das Unternehmen gezwungen, den Ausbau der Produktion in Amerika zu stoppen. Insgesamt 282 Beschäftigte mussten gekündigt werden, und die Zukunft des Standorts erscheint derzeit ungewiss.
Der Einfluss dieses Schrittes auf die deutschen Standorte, insbesondere in Hohenstein-Ernstthal und Bitterfeld-Wolfen, bleibt vorerst offen. Unternehmenssprecher deuteten an, dass dazu noch keine abschließenden Informationen vorliegen, da Verhandlungen mit Anleihegläubigern im Gange sind. Auch in Deutschland sind aktuell rund 600 Mitarbeiter von Kurzarbeit betroffen, was die Lage zusätzlich verkompliziert.
Besonders unerfreulich ist, dass gerade im US-Bundesstaat Arizona eine neue Fertigung mit in Deutschland produzierten Solarzellen errichtet wurde. Dennoch befand sich das Unternehmen in den vergangenen Jahren in finanziellen Turbulenzen, nicht zuletzt wegen der starken Konkurrenz aus China.
Ein Hoffnungsschimmer ist die kürzlich gesicherte Überbrückungsfinanzierung von beinahe 40 Millionen Dollar, die dem Unternehmen etwas Luft verschafft. Insgesamt steht die Zukunft von Meyer Burger weiterhin auf wackligen Beinen, denn der Umbau ihrer Finanzstruktur steht im Mittelpunkt der aktuellen Bestrebungen.
Die ausstehenden Gespräche mit Gläubigern rund um zwei Wandelanleihen sind entscheidend, um das Ruder herumzureißen.

