Meyer Burger: Restrukturierung statt Liquidation im Blick
Das renommierte Schweizer Solarunternehmen Meyer Burger versucht mit einem Antrag auf Gläubigerschutz in den USA eine umfassende Restrukturierung. Mit diesem Schritt verfolgt das Unternehmen nicht die Liquidation, wie es aus Gerichtsdokumenten des Insolvenzgerichts in Delaware hervorgeht. Eine Sprecherin bestätigte die Sanierungsabsichten, die dem Unternehmen neue Perspektiven eröffnen sollen.
In Deutschland haben die Tochtergesellschaften bereits ein vorläufiges Insolvenzverfahren eingeleitet. Dennoch vermeldete die Insolvenzverwaltung einen erneuten Aufschwung der Geschäfte. Besonders der Verkauf der Solarmodule verzeichnet deutlichen Erfolg. Meyer Burger hat die internationale Beratungsfirma KPMG beauftragt, weltweit passende Investoren zu finden. Dieser Prozess könnte jedoch noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
Ursprünglich planten die Verantwortlichen von Meyer Burger, die Solarmodulproduktion in den USA auszubauen, unterstützt durch Exporte von Solarzellen aus Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt. Jedoch veranlassten starke Konkurrenz und wirtschaftliche Schwierigkeiten aus China das Unternehmen, die US-Produktion zu stoppen und den Mitarbeitern zu kündigen. Gerichtsunterlagen zeigen, dass die Verbindlichkeiten des Unternehmens in den USA auf 500 Millionen bis eine Milliarde US-Dollar geschätzt werden, während die Vermögenswerte zwischen 100 und 500 Millionen US-Dollar betragen.

