Meta unter Druck: Hohe Strafzahlung wegen Datenschutzverletzung in Irland
Die irische Datenschutzkommission hat Meta, dem Mutterkonzern von Facebook, eine Geldstrafe in Höhe von 251 Millionen Euro auferlegt. Diese Maßnahme resultiert aus einer Sicherheitslücke, durch die Unbefugte ohne Erlaubnis auf persönliche Daten von Facebook-Nutzern zugreifen konnten. Die Datenpanne betraf circa 29 Millionen Nutzer, darunter drei Millionen in der Europäischen Union. Es wird erwartet, dass Meta Einspruch gegen diese Entscheidung erhebt.
Von der Sicherheitslücke betroffen waren sensible Informationen wie Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Wohnorte, Arbeitgeber, Geburtstage, Religionszugehörigkeiten, Geschlechter sowie Beiträge auf der Timeline. Auch Gruppenzugehörigkeiten und Kinderinformationen gehörten zu den kompromittierten Daten. Der unerlaubte Datenzugriff fand zwischen dem 14. und 28. September 2018 statt, bevor Meta die Sicherheitslücke schließen konnte.
Laut Aussage von Graham Doyle, dem stellvertretenden Vorsitzenden der irischen Datenschutzkommission, zeigt dieser Vorfall, wie Versäumnisse im Design- und Entwicklungsprozess zu ernsthaften Risiken für die Betroffenen führen können, einschließlich der Verletzung ihrer Grundrechte und Freiheiten. Ein Vertreter von Meta betonte gegenüber dem irischen Rundfunksender RTÉ, dass das Unternehmen sofort gehandelt habe, um die Lücke zu schließen und sowohl die betroffenen Nutzer als auch die zuständigen Behörden informiert habe.

