Merz versus Scholz: Streit um "Taurus" bringt alte Debatte zurück
Friedrich Merz, Unions-Kanzlerkandidat, reagiert entschieden auf die Kritik von Bundeskanzler Olaf Scholz bezüglich seiner Haltung zur Lieferung der deutschen "Taurus"-Marschflugkörper an die Ukraine. Scholz hatte Merz vorgeworfen, sich in Bezug auf die Waffenlieferungen widersprüchlich zu äußern. Merz hingegen machte im Rahmen des TV-Duells mit Scholz auf ARD und ZDF deutlich, dass er von Anfang an eine klare Position vertritt.
Merz betonte, dass die Lieferung der Marschflugkörper in der Europäischen Union koordiniert werden sollte. "Amerika liefert, Frankreich liefert, Großbritannien liefert. Wir hätten auch liefern sollen", so Merz. Er argumentiert, dass es darum gehe, der ukrainischen Armee ein wirksames Mittel zur Verteidigung gegen Russland zu geben.
Bundeskanzler Scholz erwiderte, dass er es für falsch halte, Waffen zu liefern, die tief in russisches Territorium eindringen und große Zerstörungskraft bedeuten könnten. Dies sei ein Schritt, den man aus Verantwortung für Deutschland vermeiden solle. Die Debatte zeigt erneut die Spannungen und unterschiedlichen Ansätze im Umgang mit dem Ukraine-Konflikt auf.

