Merz skeptisch gegenüber Einzelgesprächen mit Putin: Europas einheitliche Haltung gefragt
Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich kritisch gegenüber isolierten Gesprächen zwischen europäischen Regierungschefs und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin geäußert. In Abu Dhabi erinnerte Merz an den Besuch des ungarischen Premierministers Viktor Orban in Moskau, nach welchem es zu intensiven Bombardierungen in der Ukraine kam. „Ich unterstütze jeglichen Dialog, der dem Frieden dient, aber nicht auf Kosten der Einheit oder Effektivität“, so Merz.
Merz betonte die Notwendigkeit einer abgestimmten europäischen Haltung. Eine einseitige Vorgehensweise sei nicht zielführend, sondern gefährlich. Der Kanzler unterstrich die Unterstützung für laufende Verhandlungen zwischen der Ukraine, Russland und den USA, ohne separate europäische Gesprächswege eröffnen zu wollen.
Der außenpolitische Berater von Präsident Macron, Emmanuel Bonne, besuchte diese Woche Moskau, was laut Merz mit europäischen Partnern abgestimmt war. Während der französische Präsident direkte europäische Gespräche mit Putin befürwortet, räumt Merz der Einheit und Strategie im Umgang mit Russland Vorrang ein, die in Zusammenarbeit mit den USA und der Ukraine bestehen bleibt.

