Merz' Migrationskurs: Drohender Dammbruch zur AfD?
SPD-Generalsekretär Matthias Miersch hat eindringlich vor einem möglichen politischen Dammbruch durch den Unions-Kanzlerkandidaten Friedrich Merz gewarnt. Anlass zur Besorgnis liefert Merz' jüngste Aussage, im Bundestag Anträge zur Verschärfung der Migrationspolitik einzubringen – ohne Rücksicht darauf, von wem sie unterstützt werden. Dies weckt bei Miersch die Befürchtung, dass Merz die bisherige Brandmauer aller demokratischen Parteien zur AfD durchbrechen könnte.
Die derzeitige Debatte erhielt neuen Schwung nach der tragischen Messerattacke von Aschaffenburg. Merz bekräftigte, dass seine Vorschläge rein auf die Überzeugungen seiner Partei fußen und dass keinerlei Abhängigkeit von Stimmen anderer Parteien, einschließlich der AfD, bestünde. Diese Haltung bewertet Miersch als eine Gefährdung der demokratischen Prinzipien und als eine bedenkliche Distanzierung von vorherigen Aussagen, keinerlei Zusammenarbeit mit der AfD zu verfolgen.
Für zusätzliche Spannung sorgte auch Merz' Bereitschaft zu einem Fernsehduell mit AfD-Politikerin Alice Weidel, was Miersch als möglichen Teil einer bedenklichen Annäherung an die AfD einstuft. Die SPD fordert daher von der Union eine klare Positionierung in dieser Angelegenheit, um Zweifel an ihrer demokratischen Integrität zu umgehen.

