Merz appelliert an Trump: Einsatz für stärkere Russland-Sanktionen gefordert
Kanzler Friedrich Merz (CDU) hat im Rahmen eines Treffens mit US-Präsident Donald Trump, das am Rande des Nato-Gipfels stattfand, eindringlich dazu aufgerufen, die Sanktionen gegen Russland zu verschärfen. Nach dem Abschluss des Gipfels in Den Haag erklärte Merz vor Journalisten: „Eine militärische Lösung dieses Konflikts ist nicht in Sicht. Daher ist es essenziell, den wirtschaftlichen Druck auf Moskau zu verstärken.“
In einer dringlichen Ansprache verdeutlichte Merz dem US-Präsidenten den Wunsch Deutschlands, dass die USA in Anbetracht der Situation in der Ukraine weitere Sanktionen einführen. Gleichzeitig kündigte er an, dass die Europäische Union auf dem bevorstehenden Gipfel in Brüssel ihr mittlerweile 18. Sanktionspaket gegen Russland beschließen wird. „Allerdings wird dies nicht ausreichen“, bemerkte Merz, und unterstrich die Notwendigkeit einer intensiveren Beteiligung der Vereinigten Staaten an diesen Maßnahmen.
Der Kanzler wies darauf hin, dass ein entsprechendes Sanktionspaket in Kürze im US-Senat zur Abstimmung kommen dürfte. Er ermutigte Trump, die Umsetzung dieses Pakets voranzutreiben, um den Druck auf Moskau zu erhöhen und somit die Voraussetzungen für eine Rückkehr an den Verhandlungstisch zu schaffen.

