Merck KGaA überrascht mit starkem Quartalsergebnis: Laborsparte erholt sich
Der Pharma- und Technologieriese Merck KGaA hat im dritten Quartal überraschend hohe Gewinne erzielt, trotz erheblicher Belastungen durch negative Währungseffekte. Insbesondere die Erholung der Laborsparte, die bedeutend zur Kette der Arzneimittelproduktion beiträgt, hat maßgeblich zu diesem Erfolg beigetragen. Die Pharmasparte erfuhr zudem Unterstützung durch die jüngste Akquisition des Krebsspezialisten Springworks Therapeutics.
Konzernchefin Belen Garijo hat die Prognosen für das Jahr 2025 konkretisiert, da die Entwicklung des Unternehmens zunehmend klarer wird. Das Unternehmen erwartet einen Umsatz zwischen 20,8 und 21,4 Milliarden Euro, während das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) zwischen 6,0 und 6,2 Milliarden Euro liegen soll. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 erzielte Merck einen Umsatz von 21,2 Milliarden Euro bei einem operativen Ergebnis von 6,1 Milliarden Euro.
Im dritten Quartal stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Prozent auf 5,32 Milliarden Euro, wobei das Unternehmen aus eigener Kraft mehr als fünf Prozent gewachsen ist. Währungseffekte minderten jedoch einen Großteil der Gewinnzuwächse. Das operative Ergebnis stieg nominal um 3,1 Prozent auf knapp 1,7 Milliarden Euro. Analysten hatten solch starke Zahlen nicht erwartet. Nach Steuern verzeichnete der Dax-Konzern einen Gewinn von 898 Millionen Euro, verglichen mit 812 Millionen Euro im Vorjahr.

