Mercedes-Benz: Rückläufige Absätze trotz starker Top-End-Modelle
Der traditionsreiche Autobauer Mercedes-Benz sieht sich derzeit mit einem deutlichen Rückgang seiner weltweiten Verkaufszahlen konfrontiert. Besonders die Schwäche auf den bedeutenden Märkten China und USA trug dazu bei, dass das Unternehmen im dritten Quartal dieses Jahres nur 525.300 Fahrzeuge absetzen konnte, was einem Minus von zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dies gab das Stuttgarter Unternehmen jüngst bekannt.
Im bisherigen Jahresverlauf summierte sich der Rückgang der Pkw- und Van-Verkäufe auf insgesamt neun Prozent, wodurch die Absatzzahlen auf rund 1,6 Millionen Fahrzeuge sanken. Schon im Jahr 2024 hatte Mercedes-Benz mit einem Rückgang aufgrund der allgemeinen Krise in der Automobilbranche um vier Prozent auf knapp 2,4 Millionen Fahrzeuge zu kämpfen.
In China sah sich Mercedes-Benz einem Rückgang von bemerkenswerten 27 Prozent gegenüber, was auf die zunehmende Konkurrenz durch heimische Hersteller sowie die angespannte finanzielle Lage wohlhabender Kunden zurückgeführt wird. Auch in den USA war ein Minus von 17 Prozent zu verzeichnen, wobei Vertriebsvorstand Mathias Geisen betonte, dass ein „bewusstes Bestandsmanagement“ aufgrund von Zollbedingungen betrieben wurde. Positiver gestaltete sich die Lage in Europa, wo das Unternehmen leicht steigende Absätze verzeichnen konnte.
Trotz des globalen Rückgangs deuteten die Verkaufszahlen der vollelektrischen Autos im dritten Quartal eine Stabilisierung an. Mercedes-Benz verkaufte 42.600 Einheiten, ähnlich wie im Vorjahr, wobei das neue vollelektrische CLA-Modell einen Anstieg von über 20 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal ermöglichte. Im Hochpreissegment, das von CEO Ola Källenius besonders gefördert wird, konnte die Marke mit einem Plus von zehn Prozent bei den Top-End-Modellen, wie der G- und S-Klasse, den Rückschlag aus den ersten beiden Quartalen ausgleichen. Hingegen verzeichneten die Vans einen Absatzrückgang von acht Prozent.

