Mehr Waffen für die Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland gefordert
Der Berater des ukrainischen Präsidenten, Mychajlo Podoljak, hat seine Verbündeten aufgefordert, der Ukraine mehr Waffen im Kampf gegen die russischen Invasoren zur Verfügung zu stellen. In einem Interview mit der Zeitung "Bild" erklärte er, dass es in dieser Phase des Krieges ein Problem sei, dass die Anzahl der verfügbaren Waffen, Drohnen und Granaten nicht gleichmäßig verteilt sei. Aus diesem Grund fordert er eine Ausgleichung dieser Verteilung. Seiner Meinung nach bestehe in dieser Situation nur ein Szenario: die Ukraine mit Hightech-Waffen zu stärken. Statt darüber nur zu reden, sollten die Verbündeten viel in die militärische Produktion und Verbrauchsgüter investieren, wie beispielsweise Langstreckenraketen, Drohnen, Granaten und Artilleriegeschütze. Die Anzahl der verfügbaren Waffen müsse groß sein.
Podoljak wies auf die lange Front hin, entlang derer sich die Ukraine verteidige und angreife. Die gesamte Frontlinie erstrecke sich über 1300 Kilometer, wobei die Kämpfe auf einer Strecke von 600 bis 800 Kilometern stattfinden würden. Die aktuelle militärische Lage bezeichnete er als schwierig, da die Intensität der Kämpfe unabhängig von den klimatischen Faktoren nicht abnehme. Russland hingegen habe seit einem Jahr keine nennenswerten Fortschritte gemacht. Dennoch habe Russland eine verdeckte Mobilisierung durchgeführt und Arbeitskräfte und Ausrüstung in Richtung Front geschickt, welche zerstört werden müssten.
Podoljak geht davon aus, dass der Krieg nach den Vorstellungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin weitergehen werde, bis er das gesamte Territorium der Ukraine erobert habe und die Vorherrschaft in Europa sowie anderen postsowjetischen Territorien errungen habe. Er argumentiert, dass jemand, der seinen Ruf und seine Beziehungen bereits zerstört habe, nicht bereit sei, sich mit weniger zufrieden zu geben und einen großen Krieg anzuzetteln. Für ihn sei das alles "Unfug". (eulerpool-AFX)

