Medienfusion: ProSiebenSat.1-Aktien im Aufwind nach Bietergefecht
Die Aktien von ProSiebenSat.1 erlebten nach anfänglichen Verlusten einen überraschenden Höheflug und schlossen den Handelstag mit einem Plus von knapp drei Prozent bei 8,24 Euro ab, dem höchsten Stand seit zwei Jahren. Dieser Kursgewinn ist das Ergebnis eines abgeschlossenen Bietergefechts, bei dem die Berlusconi-Gesellschaft Media for Europe (MFE) ihre Position als Mehrheitseigner bei ProSiebenSat.1 sicherte.
MFE hält nunmehr fast 60 Prozent der Anteile des deutschen Medienkonzerns. Marktteilnehmer sehen die Übernahme durch MFE als potenziellen Katalysator für operative Vorteile des Unternehmens.
In Mailand stiegen die MFE-Aktien um beachtliche sechs Prozent, was das Vertrauen der Investoren in die Synergieeffekte der Fusion widerspiegelt. Laut Experten war der Deal alles andere als überraschend: Bereits nach der Anhebung des Übernahmeangebots seitens MFE Ende Juli hatten viele Akteure mit einem Verkauf des PPF-Anteils an das Unternehmen von Berlusconi gerechnet. Das emotionale Auf und Ab an den Börsenplätzen zeigt einmal mehr die dynamische Natur von Unternehmensfusionen im globalen Mediengeschäft.

