Medienfreiheit in den USA: Trumps Ansicht zum Diskurs
Im aufgeheizten Klima der US-amerikanischen Medienlandschaft wettert Ex-Präsident Donald Trump abermals gegen ihm unliebsame Berichterstattung, die er als tendenziös und „betrügerisch“ ansieht. Während er sich als entschiedener Verfechter der Meinungsfreiheit präsentiert, kritisiert er die vermeintliche Einseitigkeit der Medienlandschaft. Wenn eine Person zu 97 Prozent negativ dargestellt werde, so Trump, habe dies nichts mehr mit freier Meinungsäußerung zu tun.
Obwohl Trump behauptet, negative Berichterstattung störe ihn kaum noch, zeigt sich dennoch seine Kritikfreude: Eine Klage gegen die „New York Times“ endete vorerst erfolglos, da sie vom zuständigen Richter als nicht den rechtlichen Vorgaben entsprechend abgewiesen wurde. Zugleich heizt Trumps Rhetorik die Diskussion über die Lizenzvergabe durch die Federal Communications Commission (FCC) an. Die von ihm vorgeschlagene Möglichkeit, Fernsehsendern die Lizenz zu entziehen, trifft auf Kritik. Der FCC-Vorsitzende Brendan Carr sieht sich aufgrund der Absetzung der Talkshow von Jimmy Kimmel rechtlichen Vorwürfen ausgesetzt. Kritiker fordern bereits Carrs Entlassung von seinem Posten, was Trump entschieden ablehnt und Carr stattdessen als „Patrioten“ lobt.

