Maßnahmen gegen Handysünder im Straßenverkehr: Höhere Strafen und technische Überwachung im Fokus
Sicherheitsexperten fordern schärfere Sanktionen gegen die Nutzung von Mobiltelefonen während der Autofahrt. Um der wachsenden Problematik entgegenzuwirken, regen sie eine Erhöhung der Bußgelder sowie zusätzliche Punkte im Fahreignungsregister an. Diese Maßnahmen sollen eine größere Abschreckung darstellen und der bislang geringen Chance auf Entdeckung entgegenwirken, so der Unfallforscher Siegfried Brockmann von der Björn Steiger Stiftung.
Derzeit riskieren Autofahrer, die ihr Handy während der Fahrt nutzen, Strafen von mindestens 100 Euro und einen Punkt im Register. Bei Gefahr für die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer können die Strafen jedoch deutlich höher ausfallen.
Zur Verstärkung der Überwachungsmaßnahmen schlägt der ADAC den verstärkten Einsatz von Monocams vor. Diese als Handy-Blitzer bekannten Geräte identifizieren Fahrerinnen und Fahrer, die während der Fahrt ihr Handy verwenden. In einem Testlauf in Rheinland-Pfalz konnte von April bis November eine Monocam 950 Verstöße dokumentieren. Das Bundesland plant daher den Einsatz weiterer Geräte.
Die Thematik wird im Rahmen des Verkehrsgerichtstags in Goslar erörtert. Die Fachtagung ist eine jährliche Zusammenkunft von Experten für Verkehrssicherheit und Verkehrsrecht. In der Vergangenheit mündeten deren Empfehlungen nicht selten in gesetzliche Neuregelungen.

