Maschinenbauindustrie blickt optimistisch in die Zukunft: Hoffnung auf konjunkturelle Trendwende

Die deutsche Maschinenbauindustrie schöpft Hoffnung auf eine konjunkturelle Erholung, die sich in einer stabilen Auftragslage manifestiert. Der Branchenverband VDMA vermeldet für das vergangene Jahr eine preisbereinigte Stagnation der Bestellungen, was nach erheblichen Rückgängen in den Vorjahren eine positive Entwicklung darstellt. Wesentlich hierzu beigetragen hat ein Anstieg der Bestellungen aus dem Euro-Raum um sieben Prozent, während Aufträge aus dem Inland um ein Prozent und jene aus dem Nicht-Euro-Ausland um zwei Prozent zurückgingen. Letzteres ist unter anderem den Auswirkungen der US-Zollpolitik zuzuschreiben.
Die Stimmung bei den Maschinenbaukunden, insbesondere in der Autoindustrie, erhält durch den europäischen Markt ebenfalls Aufwind. Der Ifo-Geschäftsklimaindex verzeichnet im Januar einen leichten Anstieg infolge optimistischer Geschäftserwartungen. Besonders im Ausland werden bessere Geschäftsaussichten antizipiert, wobei der inner-europäische Handel als treibende Kraft gilt. Ifo-Expertin Anita Wölfl hebt hervor, dass die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie insbesondere gegenüber China und den USA gelitten hat. Nichtsdestotrotz zeigt sich die Maschinenbauindustrie zunehmend zuversichtlich.
„Die Indikatoren für eine konjunkturelle Bodenbildung im deutschen Maschinen- und Anlagenbau mehren sich“, resümiert VDMA-Chefvolkswirt Johannes Gernandt. Signifikant damit ist der Zuwachs an Aufträgen im vierten Quartal, der maßgeblich durch das Auslandsgeschäft um drei Prozent anstieg, mit überproportionalen Bestellungen aus Nicht-Euro-Ländern. Im Hinblick auf das Jahr 2026 erwartet der VDMA ein Wachstum der Produktion um ein Prozent, nachdem zuvor ein Rückgang prognostiziert worden war. Seit drei Jahren erstmalig zeichnet sich nun eine Aufhellung der Branchenstimmung ab, wie die VDMA-Konjunkturerhebung zeigt: Knapp 30 Prozent der 962 befragten Unternehmen bewerten die aktuelle Lage als gut oder sehr gut.
Auch die mittelfristigen Perspektiven hellen sich auf. Für das laufende Jahr planen etwa 57 Prozent der Firmen mit einer nominalen Umsatzsteigerung, knapp 29 Prozent erwarten stabile Umsätze, während weniger als 15 Prozent mit einem Rückgang rechnen. Trotz dieser positiven Signale ermahnt VDMA-Chefvolkswirt Gernandt zur Besonnenheit und sieht politischen Handlungsbedarf, um die Konkurrenzfähigkeit Deutschlands und Europas zu stärken.

