Maschinenbau unter Druck: PwC-Barometer zeigt fortdauernde Unsicherheiten
Die zarten Hoffnungen auf eine positive Wendung im deutschen Maschinenbau haben abermals einen Dämpfer erhalten. Laut dem jüngsten Maschinenbau-Barometer der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC, das vierteljährlich durchgeführt wird, zeigt sich ein Anstieg des Pessimismus unter den Führungskräften der Branche hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten. Während vor dem Sommer noch etwa jede vierte Führungskraft optimistisch in die Zukunft blickte, ist dieser Anteil nun auf nur noch 20 Prozent gesunken. Der Anteil der pessimistisch eingestellten Entscheider ist erneut angestiegen und liegt nun bei fast 50 Prozent, nachdem dieser im zweiten Quartal noch deutlich auf gut 40 Prozent gesunken war. Zusätzlich verschlechterte sich die Umsatzprognose für die Branche. Erwarteten die Befragten zuvor für 2025 noch einen Rückgang um etwa 1,7 Prozent, gehen sie nun von einem Minus von 2,8 Prozent aus. PwC zufolge war die Umsatzprognose in den letzten drei Jahren lediglich in einem einzigen Quartal positiv, was die längste Negativserie seit Beginn der Erhebung 2014 darstellt. Die Herausforderungen, vor denen die Maschinenbauer stehen, sind vielfältig: Steigende Kosten, politische Instabilitäten im Ausland und die Konkurrenz aus China belasten die Unternehmen erheblich. Besonders die schwächelnde Auftragslage führt zu einer sinkenden Kapazitätsauslastung, die im dritten Quartal mit 80,8 Prozent den tiefsten Stand der letzten fünf Jahre erreichte. Ein solch niedriger Wert wurde zuvor nur während der Hochphase der Corona-Pandemie verzeichnet. PwC-Industrieexperte Bernd Jung kommentiert: "Angesichts der US-Zölle und der wachsenden Dominanz Chinas ist es unumgänglich, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, um im globalen Wettbewerb zu punkten. Die Unternehmen sind aufgerufen, eigene Impulse zu setzen und gegen die Krise anzugehen. Unsere Daten zeigen jedoch, dass bei Investitionen nach wie vor Zurückhaltung herrscht, was die Erfolgsaussichten für Ende 2025 trüben könnte."

