Marktverschnaufpause an der Wall Street: Eine verringerte Energiemischung
Die jüngste Serie von Rekorden an den US-Börsen erfuhr am Dienstag eine Verschnaufpause, als sowohl der marktbreite S&P 500 als auch der technologielastige Nasdaq 100 nach anfänglichen Höhenflügen in die Verlustzone drehten. Obwohl sie im frühen Handel noch neue Höchststände erreichten, verloren die Indizes im weiteren Verlauf an Boden.
Der S&P-500-Index fiel um 0,3 Prozent auf 6.372 Punkte, während der Nasdaq 100 um 0,1 Prozent auf 23.333 Zähler nachgab. Auch der Dow Jones Industrial musste einen Rückgang von 0,5 Prozent auf 44.600 Punkte verkraften. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China wirkte sich negativ auf die Marktstimmung aus. In jüngsten Gesprächen in Stockholm konnte keine Klarheit über eine mögliche Verlängerung der bestehenden Zollpause erlangt werden, die bereits am 12. August ausläuft.
Weitere Belastungen ergaben sich durch die Kursverluste einiger Schwergewichte wie Merck & Co, Unitedhealth und Boeing. Unitedhealth enttäuschte mit einem neuen Gewinnziel für 2025, woraufhin die Aktie um 5 Prozent abrutschte. Merck & Co steht vor Herausforderungen in China aufgrund eines Nachfrageeinbruchs bei Gardasil, was die Aktie um 3,4 Prozent sinken ließ.
Boeing hingegen, trotz verbesserter Quartalszahlen, sah sich mit Gewinnmitnahmen konfrontiert und verlor 3,6 Prozent. Ein deutlicher Rückgang von fast 10 Prozent traf United Parcel Service, da der Logistikkonzern weiterhin keine Prognose für das laufende Jahr aufgrund anhaltender makroökonomischer Unsicherheiten abgibt.
Darüber hinaus verzeichnete Spotify einen Einbruch von fast 11 Prozent, da der Musikstreamer sowohl Wachstumsprobleme als auch Verlustwarnungen meldete. Im Übernahmefieber zeigte sich der Markt dennoch agil: Chart Industries stieg um 16 Prozent, nachdem Baker Hughes ein Übernahmeangebot über 13,6 Milliarden US-Dollar abgegeben hatte.
Diese Übernahmefantasie allerdings bescherte Baker Hughes selbst ein Minus von 1,8 Prozent. Die Aussicht auf eine Übernahme von Cyberark durch Palo Alto Networks katapultierte die Aktien von Cyberark auf ein neues Rekordhoch, während Palo Alto 4,5 Prozent einbüßte.

