Marktupdate: Wal-Mart erreicht neue Höhen, während PayPal Einbußen erleidet

An den US-Börsen zeigten sich die Investoren am Dienstag recht widerstandsfähig gegenüber den zwischenzeitlich kräftigen Verlusten. Der Nasdaq 100, bekannt für seine Tech-Orientierung, schloss dennoch mit einem Rückgang von 1,55 Prozent bei 25.338,62 Punkten, belastet insbesondere durch den Kurssturz von Paypal.
Der S&P 500 verringerte seinen Verlust auf 0,84 Prozent und schloss bei 6.917,81 Punkten, während der Dow Jones Industrial letztlich 0,34 Prozent abgab und mit 29.240,99 Punkten den Handel beendete. Der Dow konnte dabei im frühen Trading ein Rekordhoch erreichen.
Analysten beobachteten eine signifikante Marktbewegung: eine Umschichtung von Halbleiterwerten hin zu konjunkturabhängigeren Sektoren. Zudem machten sich Anleger den vorherigen Rückgang bei Edelmetallen zunutze und trieben die Preise für Gold und Silber erneut in die Höhe.
Investoren neigen zunehmend dazu, Wertmarken zurück ins Portfolio zu holen. Ein Paradebeispiel hierfür lieferte Walmart mit einem beeindruckenden Kursanstieg von 2,9 Prozent, womit der Börsenwert erstmalig die Marke von einer Billion US-Dollar überstieg. Dieser Supermarkt-Gigant gesellt sich nun zu den Technologie-Koryphäen wie Nvidia, Alphabet, Apple und Microsoft.
Unterdessen erfreuten sich Palantir-Aktien eines beachtlichen Aufschwungs von 6,9 Prozent. Analysten wie Brent Thill von Jefferies betonen die dynamische Geschäftsentwicklung des Unternehmens. Der Softdrink- und Snackriese Pepsico verbuchte nach positiv aufgenommenen Quartalszahlen ein Kursplus von 4,9 Prozent.
Unter den Pharmariesen sorgten Merck & Co mit einem Plus von 2,2 Prozent und Davita mit einem beeindruckenden Anstieg von 21 Prozent nach positiven Berichten zum Aktienrückkaufprogramm für Aufsehen. Pfizer hingegen erlebte einen Rückgang von 3,3 Prozent, da die Quartalsergebnisse hinter den Markterwartungen zurückblieben.
Eine der größten Enttäuschungen des Tages lieferte PayPal mit einem Absturz von rund 20 Prozent, was den tiefsten Stand seit fast neun Jahren markiert. Dieser Abwärtstrend zog auch den europäischen Konkurrenten Adyen mit in die Tiefe.

