Markteinbruch: Warum Südkoreas KOSPI um 12% abgestürzt ist

Der südkoreanische Leitindex KOSPI erlebte in der letzten Handelssitzung einen massiven Rückgang von über 12%. Dieser Einbruch stellt eine erhebliche Eskalation im Vergleich zu früheren Marktbewegungen dar und verdeutlicht die zunehmende Volatilität auf den lokalen Aktienmärkten im Zuge des Krieges im Iran.
Schlimmster Börsencrash seit 2008
Am Mittwoch verzeichnete der KOSPI einen Rückgang von über 12%. Bereits am Vortag hatte der Index weitere 7% verloren, was die schlechteste Performance seit 2008 markiert.
Sowohl der Kosdaq als auch der KOSPI erreichten die Schwelle für einen Notfall-Circuit-Breaker an der koreanischen Börse, was zu 20-minütigen Handelsunterbrechungen führte.
Lorraine Tan, Asiens Direktorin für Aktienforschung bei Morningstar, kommentierte die Situation in einem Bericht für CNBC:
"The decline in the KOSPI can broadly be attributed to the single-name concentration that we see in the Korean markets. [...] We believe that the drop in share prices is partly driven by profit taking after a strong runup amidst a risk-off environment but also implies growing concern that the AI datacenter adoption pace might slow down due to its significantly higher energy costs than regular data centers."
Analysten weisen zudem darauf hin, dass die südkoreanische Wirtschaft stark auf Ölpreise reagiert, was sie in Zeiten des Krieges im Nahen Osten besonders anfällig macht.
Globale Spannungen auf den Märkten
Auch die Märkte in Japan stehen unter Druck. Der japanische Leitindex Nikkei ist in den letzten 48 Stunden um über 5% gefallen, während sich der US-Aktienmarkt nach Aussagen der jeweiligen Parteien etwas erholen konnte.
Die Kryptomärkte bleiben am Tag stabil. Bitcoin ist in den letzten 24 Stunden um 0,6% gestiegen, während die meisten Altcoins in einer Spanne zwischen -1% und +1% gehandelt werden. Die gesamte Marktkapitalisierung liegt bei etwa $2,3 Billionen, was einem Rückgang von 0,1% am Tag entspricht, laut CoinMarketCap.

