MAN plant Stellenabbau in Deutschland bei gleichzeitiger Standortgarantie
Der bekannte Lastwagen- und Bushersteller MAN kündigt an, in Deutschland etwa 2.300 Arbeitsplätze abbauen zu wollen. Diese Maßnahme erstreckt sich über einen Zeitraum von zehn Jahren und soll vollständig sozialverträglich durchgeführt werden – Kündigungen sind dabei nicht vorgesehen. Die Standorte München, Salzgitter und Nürnberg sind von dieser Entscheidung besonders betroffen. Gleichzeitig sichert das Unternehmen zu, dass alle deutschen Produktionsstandorte bis 2035 erhalten bleiben sollen.
Doch die Gewerkschaft IG Metall hat Bedenken: Sie prognostiziert zusätzlich einen Verlust von bis zu 2.500 Arbeitsplätzen in München und Nürnberg, aufgrund der geplanten Produktionsverlagerung nach Polen. Anlass zur Sorge ist insbesondere der Aufbau eines neuen Produktionssystems im Traton-Konzern, der zukünftig als zentrale Plattform für mittlere und schwere LKW dienen soll. Der Hintergrund dieser Entscheidungen von MAN liegt im schwächelnden Truck-Markt in Deutschland, kombiniert mit hohen Strom- und Arbeitskosten sowie dem wachsenden Druck durch asiatische Konkurrenten.
Das Unternehmen befindet sich in einer Transformationsphase, in der Investitionen in elektrische LKW notwendig sind, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Der IG Metall bereiten diese Pläne Kopfzerbrechen. Sie sieht langfristig die Existenz des Münchner Stammwerks gefährdet und kritisiert die mangelhafte Verhandlungsbereitschaft des Unternehmens zu alternativen Lösungen scharf. Der bayerische IG-Metall-Chef Horst Ott droht mit Eskalationsstrategien, sollte der Dialog mit dem Unternehmen nicht zustande kommen.

