Macy's gerät ins Straucheln: Finanzfehler und strategische Herausforderungen
Macy's Aktienkurs erlebte einen signifikanten Rückgang von etwa 10 Prozent, nachdem das Unternehmen Bilanzierungsfehler bekannt gegeben und seine Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2024 nach unten korrigiert hatte. Eine unternehmensinterne Untersuchung enthüllte fehlerhafte Aufzeichnungen über Lieferkosten im Umfang von rund 151 Millionen US-Dollar, wodurch die ohnehin angespannte finanzielle und strategische Lage weiter verkompliziert wurde.
Die Konzerngewinne im dritten Quartal sanken von 41 Millionen US-Dollar im Vorjahr auf 28 Millionen US-Dollar, begleitet von einem Rückgang des Nettoumsatzes um 2,4 Prozent auf 4,7 Milliarden US-Dollar. Die Bilanzfehler, die einem einzelnen Mitarbeiter zugeschrieben werden, zwangen das Unternehmen, seine Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie von zuvor 2,34 US-Dollar auf 2,25 US-Dollar zu korrigieren.
Mit dem Ziel, bis 2026 insgesamt 150 unrentable Filialen zu schließen, sind bereits 50 Schließungen bis Jahresende geplant. Aktivistische Investoren, darunter Barington Capital Group und Thor Equities, empfehlen Macy's die Gründung eines Immobilienunternehmens, um den geschätzten Immobilienwert von 5 bis 9 Milliarden US-Dollar besser zu nutzen.
Zudem wird die Prüfung strategischer Alternativen für die Marken Bluemercury und Bloomingdale angeraten. Zu den jüngsten Maßnahmen zählten auch der Verkauf des Macy's Geschäfts am 422 Fulton St. in der Brooklyn Innenstadt für 23 Millionen US-Dollar. Diese Transaktion, die im Kontrast zu einem früheren Weiterverkauf des Grundstücks für 36 Millionen US-Dollar steht, hat Fragen über die mögliche Unterbewertung der Immobilienwerte von Macy's aufgeworfen.

