Macrons diplomatische Offensive: Gemeinsame G7-Initiative mit Russland und Dänemark in Planung
Frankreichs Staatsoberhaupt Emmanuel Macron hat US-Präsident Donald Trump für diesen Donnerstag ein hochrangiges Treffen der G7-Staaten in Paris vorgeschlagen, bei dem auch Russland und Dänemark teilnehmen sollen. Diese Vorschläge entnahm die Öffentlichkeit kürzlich veröffentlichten privaten Nachrichten, die der US-Präsident auf seiner Plattform Truth Social geteilt hat. Der Élysée-Palast hat die Authentizität der Nachrichten gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bestätigt.
In den Textnachrichten regt Macron ein Treffen der führenden westlichen Industrienationen an, das nach dem Weltwirtschaftsforum in Davos in Paris stattfinden solle. Ergänzt werden soll die Runde durch Vertreter aus der Ukraine, Dänemark, Syrien und Russland. Trump wird bereits am Mittwoch in Davos erwartet, wo er ebenfalls sprechen soll. Zudem lud Macron Trump zu einem Dinner in der französischen Hauptstadt ein, bevor dieser nach Washington zurückreisen möchte.
Russland war früher Mitglied der damaligen G8, bis es nach der Krim-Annexion 2014 ausgeschlossen wurde. Seitdem firmiert die Gruppe wieder als G7, bestehend aus den USA, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, Japan und Deutschland.
Frankreichs Fokus liegt auf der Förderung des Dialogs und der Zusammenarbeit während seines G7-Vorsitzes. Macrons Regierung betont die Zusammenarbeit mit den USA in Syrien zur Erhaltung der territorialen Integrität und der Einhaltung des Waffenstillstands. Auch im Iran setzt Frankreich auf die Unterstützung der Grundfreiheiten und stellt sich an die Seite der Verteidiger dieser Rechte.
Macron gestand jedoch auch Verwirrung über Trumps Pläne hinsichtlich Grönlands ein, das Trump von Dänemark erwerben möchte. Deutschland, Frankreich und andere Länder demonstrierten daraufhin Solidarität mit Dänemark, indem sie Soldaten zu einer Erkundungsmission nach Grönland entsandten. Trump plant derweil, ab dem 1. Februar Strafzölle gegen Waren aus Deutschland und anderen europäischen NATO-Staaten zu verhängen, um den Widerstand gegen einen möglichen Verkauf zu brechen.
Der US-Präsident kündigte ein weiteres Treffen zum Grönland-Konflikt in Davos an, dem ein Gespräch mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte vorausgegangen war. Details zu den teilnehmenden Parteien in Davos sind noch unklar, jedoch deutet die Bündnissprecherin die Echtheit der entsprechenden Nachricht an.

