Macrons Besuch in Großbritannien: Ein Testament historischer Beziehungen
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat seine Reise nach Großbritannien angetreten, die sich über drei Tage erstrecken wird. In Begleitung seiner Frau Brigitte wird er von der britischen Königsfamilie empfangen. Auf dem Programm stehen unter anderem eine exklusive Führung durch die Ausstellung im malerischen Schloss Windsor sowie elegante Abend- und Mittagessen.
Während des als "historisch" bezeichneten Besuchs wird Macron auch im britischen Parlament sprechen. Im Rahmen des britisch-französischen Gipfels werden entscheidende Themen wie Migration, wirtschaftliches Wachstum, Verteidigung und Sicherheit erörtert. Zusammen mit dem britischen Premierminister Keir Starmer wird Macron zudem eine Online-Konferenz der „Koalition der Willigen“, einer Allianz zur Unterstützung der Ukraine, leiten.
Bemerkenswert ist, dass der letzte Besuch eines französischen Präsidenten in Großbritannien mehr als 15 Jahre zurückliegt. Im Jahr 2008 wurden Nicolas Sarkozy und seine Frau Carla Bruni von Queen Elizabeth II. in Windsor empfangen. Betrachtet man die Geschichte des deutsch-britischen Verhältnisses, so muss man für den letzten vergleichbaren Staatsbesuch eines deutschen Bundespräsidenten sogar bis ins Jahr 1998 zurückschauen, als Roman Herzog diese seltene Ehre zuteilwurde.

