Macron warnt vor Israels Reputationsschaden und drängt auf Frieden im Nahen Osten
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat eine scharfe Warnung an Israel gerichtet, hinsichtlich der Konsequenzen seines militärischen Engagements im Gazastreifen. In einem Interview mit dem israelischen Sender Channel 12 äußerte sich Macron besorgt über das Image und die Glaubwürdigkeit Israels, die seiner Meinung nach durch die Militäroperationen und die zahlreichen zivilen Opfer nicht nur regional, sondern global Schaden nehmen würden.
Diese Art von Vorgehen sei seiner Ansicht nach kontraproduktiv und stelle einen strategischen Fehler dar. Macron betonte, dass zur Beendigung des anhaltenden Konflikts nicht allein auf militärische Mittel gesetzt werden könne. Um den 'Teufelskreis' aus Gewalt und Vergeltung zu durchbrechen, sei eine Zerschlagung der Hamas notwendig, doch der Krieg allein reiche nicht aus, um dies zu erreichen.
Der französische Staatschef hat mehrfach Druck auf Israel ausgeübt, den Gaza-Konflikt zu beenden. Als weiteren diplomatischen Vorstoß kündigte Macron an, dass Frankreich in der kommenden Woche bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen formell einen palästinensischen Staat anerkennen wird – ein Signal, das eine neue Dynamik in die festgefahrene Situation bringen könnte.

