LVMH: Umsatzeinbußen und Optimismus im Luxussegment
Der renommierte französische Luxusgütergigant LVMH verzeichnete im vierten Quartal 2024 einen leichten Rückgang im Umsatz, was bei Investoren Fragen zur Erholung der Nachfrage nach Luxusprodukten aufwarf. Insbesondere die Leder- und Modesparte, zu der Marken wie Louis Vuitton und Christian Dior gehören, meldete ein Umsatzminus von einem Prozent auf vergleichbarer Basis. Auch das Spirituosengeschäft schwächelte, während negative Währungseffekte den Gewinn stärker als prognostiziert schrumpfen ließen.
Der Gesamtumsatz des Unternehmens sank um zwei Prozent auf 84,7 Milliarden Euro, obwohl auf vergleichbarer Basis ein kleines Plus von einem Prozent erzielt wurde. Damit wurden die Erwartungen der Analysten knapp übertroffen. Trotzdem enttäuschten die Resultate im Vergleich zum Schweizer Rivalen Richemont, der kürzlich mit starken Zahlen beeindruckte, die Anleger.
An der Börse geriet die im EuroStoxx 50 gelistete Aktie von LVMH infolgedessen unter Druck und fiel um knapp sechs Prozent. Ähnliche Entwicklungen gab es auch bei Wettbewerbern im Luxussegment, darunter besonders Kering. Analysten von JPMorgan, der Deutschen Bank und UBS konstatierten LVMH zwar eine positive Entwicklung, jedoch nicht im erhofften Ausmaß. Herausfordernde Erwartungen belasteten zusätzlich die Wahrnehmung der Finanzzahlen.
Auf operativer Ebene sank der Gewinn von LVMH um 14 Prozent auf 19,6 Milliarden Euro, der Nettogewinn fiel um 17 Prozent auf 12,6 Milliarden Euro. Dennoch bleibt die Dividende stabil bei insgesamt 13 Euro je Aktie. Trotz der Rückschläge sendet Unternehmenschef Bernard Arnault optimistische Signale: Das Jahr 2025 habe mit starkem Wachstum bei Louis Vuitton gut begonnen, und eine deutliche Erholung der Dior-Marke sowie des US-Marktes seien zu erwarten.
Um das Markenportfolio zu straffen, trennte sich LVMH von der Beteiligung an Stella McCartney. Die Designerin kauft die Anteile nach einer langjährigen Kooperation zurück. Die Aktion unterstreicht den fortwährenden Strategiewechsel hin zu einem fokussierten Markenportfolio.

