Lufthansa-Übernahme von Ita in turbulenten Lüften: Condor erhebt Einspruch
Der Anfang des von der Lufthansa angestrebten Erwerbs der italienischen Fluggesellschaft Ita sorgt für zunehmend tiefergehende Spannungen in der Luftfahrtbranche. Nach der luxemburgischen Luxair hat nun auch die deutsche Fluglinie Condor entschieden, gegen die Genehmigung dieser Übernahme durch die Europäische Kommission gerichtlich vorzugehen. Das Unternehmen hat dies öffentlich bestätigt, nachdem Berichte in verschiedenen Internetportalen kursierten.
Condor ist der Auffassung, dass die wettbewerbsrechtlichen Anforderungen unzureichend sind, um ausgleichend auf die erwerbsbedingten Wettbewerbsnachteile zu wirken. Das Unternehmen fordert daher das europäische Gericht auf, die Genehmigung aufzuheben und somit die Entscheidung als unwirksam zu erklären.
Im Juli 2024 hatte die EU-Kommission die sukzessive Übernahme der Alitalia-Nachfolgerin durch die Lufthansa-Gruppe, unter der Einhaltung bestimmter Auflagen, autorisiert. Der Konzern aus dem MDax erwarb durch eine Kapitalerhöhung von 325 Millionen Euro vorerst 41 Prozent der Anteile an Ita. Weitere Übernahmeschritte sind bereits geplant.
Um den Wettbewerbsnachteil anderer Airlines abzumildern, wurden Lufthansa und Ita verpflichtet, unter anderem Start- und Landerechte an den Flughäfen in Mailand und Rom abzugeben. Diese Slots wurden von der EU der Fluggesellschaft EasyJet zugeteilt, was seinerseits der Grund für den Protest seitens Luxair ist.

