Lufthansa stärkt Präsenz in München durch Übernahme von Swissport Losch
Die Lufthansa-Gruppe unternimmt einen bedeutenden Schritt zur Optimierung ihres Flugbetriebs am Münchener Flughafen, indem sie künftig einen Teil ihrer Flugzeuge in Eigenregie abfertigt. Mit dem Erwerb des bisherigen Dienstleisters Swissport Losch GmbH, der bereits im Februar angekündigt wurde, zielt der Konzern auf eine pünktlichere und stabilere Abwicklung ihrer Flüge. Diese Entwicklung steht ganz im Zeichen der strategischen Ausrichtung des Unternehmens, seine operative Effizienz an Deutschlands zweitgrößtem Flughafen zu steigern.
Positiv für die Belegschaft: Die etwa 600 Mitarbeiter von Swissport Losch sollen zu branchenüblichen Konditionen langfristig von der Lufthansa übernommen werden. Trotz dieser Integration verbleibt ein Großteil der Lufthansa-Flugverkehrsabwicklung bei der größeren Abfertigungsgesellschaft Aeroground, einer hundertprozentigen Tochter der Flughafen München GmbH. Diese kümmert sich nicht nur um die Anforderungen der Lufthansa, sondern betreut auch eine Vielzahl anderer Airlines.
Der gesamte Prozess der Bodenverkehrsdienste umfasst vielfältige Aufgaben, wie das Beladen, Reinigen und Betanken der Flugzeuge. Laut EU-Vorschriften müssen an großen Flughäfen mindestens zwei Abfertigungsunternehmen im Wettbewerb stehen, wodurch jedoch flexibel ein Modell ermöglicht wird, bei dem Airlines die Versorgung ihrer Flotten selbst in die Hand nehmen können, was die Lufthansa nun für einen Teil ihres Betriebs umsetzt.

