Lufthansa muss 2024 Flugplan erneut anpassen - Engpässe bei Personal und Flugzeugen
Der Lufthansa-Konzern wird auch im kommenden Jahr nicht wie geplant den ursprünglichen Flugplan umsetzen können. In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstag) nannte Konzernchef Carsten Spohr Engpässe sowohl beim Personal als auch bei den verfügbaren Flugzeugen als Grund für die erneute Anpassung.
Zunächst sorgten Lieferschwierigkeiten der Flugzeughersteller für Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Flugplans. Hinzu kamen nun auch ungeplante Triebwerksüberholungen bei einem bestimmten Motor des Airbus A320. Auf das gesamte Jahr gerechnet fehlen damit 20 der 450 Flugzeuge dieses Musters.
Bereits zuvor musste das Unternehmen die Flugpläne für 2022 und 2023 revidieren, da die eigene Mannschaft und Dienstleister die Anforderungen nicht erfüllen konnten. Dadurch wurden zehntausende Flüge frühzeitig abgesagt. Der Luftverkehr in Deutschland konnte somit nicht so schnell wieder Fuß fassen wie in anderen europäischen Ländern.
Laut Spohr hat auch der Standort München in Bezug auf Pünktlichkeit nachgelassen. Insbesondere der Mangel an Arbeitskräften stellt hier eine große Herausforderung dar. Dieses Problem werde Deutschland laut Spohr weiterhin stark beschäftigen. Trotz der weltweiten hohen Nachfrage stehe für Lufthansa weiterhin die Qualität im Vordergrund und nicht übertriebener Wachstum.
Die Lufthansa hatte zuletzt angekündigt, im Jahr 2024 wieder 95 Prozent des Angebots aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 anzubieten. Diese Pläne müssen nun jedoch erneut angepasst und das geplante Wachstum leicht reduziert werden. (eulerpool-AFX)

